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Klinik für Innere Medizin II 
Hämatologie / Onkologie
 
Station Innere 4/ Abteilung für Hämatologie/ Onkologie

Diese Seite im Überblick:
- Übersicht unserer Mitarbeitenden
- Schwerpunkte der Station
- hier behandelte Krankheitsbilder
- Therapien im Rahmen klinischer Studien/ offene Studien
- Betreuung unserer Patienten



Sie werden betreut von:
Ärztin:
Dr. med. Izabella Nieten

Stationsleitung:
Conny Bartelt
Fachschwester für onkologische Pflege
Mitglied der DKG (Deutsche Krebsgesellschaft)



Schwerpunkte der Station Hämatologie / Onkologie

Schwerpunkt unserer Station ist die Diagnostik und Therapie sämtlicher Erkrankungen des Blutes und des Knochenmarkes, sowie die Diagnostik und Therapie bösartiger Tumore. Organisatorisch sind wir der Gastroenterologie zugeordnet, so dass die Behandlung bösartiger Erkrankungen der Verdauungsorgane einen besonderen Stellenwert einnimmt. Die Planung der Diagnostik und Durchführung der Therapie geschieht dabei in enger interdisziplinärer Abstimmung mit den anderen Fachrichtungen im Hause.
Die Station bietet dabei Platz für 32 Patienten und ist mit modernen Ein-, Zwei- und Dreibettzimmern (WC, Dusche, Fernseher, Telefonanschluss sowie bei Bedarf auch Internet-Anschluss (WLAN) ausgestattet.
Es stehen sämtliche modernen Diagnostikverfahren (Röntgen, Computertomographie, Kernspintomographie, Szintigraphie, Sonografie, Kontrastmittelsonographie, Endoskopie) zur Verfügung, so dass es meist möglich ist ohne grosse Eingriffe und Operationen die richtige Diagnose zu stellen. Die Untersuchung der Gewebeproben geschieht dabei im Haus. Knochenmarkpunktionen werden direkt auf unserer Station durchgeführt. Die zytologische Befundung des Knochenmarkes erfolgt durch uns, und die histologische Untersuchung der Knochenmarkbiopsien im Universitätsklinikum Jena . Spezialuntersuchungen (FACS, Zytogenetik, molekularbiologische Untersuchungen etc.) werden zeitnah durch kooperierende Zentren durchgeführt. Bei speziellen Fragestellungen erfolgt zudem die Befundung durch etablierte Referenzpathologien.
Als Kooperationspartner des Darmzentrums Weimar findet insbesondere bei Tumoren des Darmes eine durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifizierte interdisziplinäre Zusammenarbeit statt. Eine zentrale Rolle spielt hierbei die wöchentliche Tumorkonferenz. Hier sind auch die Kollegen der Klinik für Strahlentherapie zugeschaltet, so dass insbesondere bei komplexen multidisziplinären Fällen ein zeitnaher Therapiebeginn möglich ist.
Neben Tumoren des Verdauungsorganen behandeln wir das gesamte Spektrum bösartiger Erkrankungen. Hierbei kommen sowohl klassische Chemotherapien inklusive Hochdosis-Chemotherapien (Induktionstherapien bei Leukämien), Hormontherapien, als auch sämtliche modernen Therapieansätze/zielgerichtete Therapien wie therapeutische Antikörper, Zytokine, Signaltransduktionshemmer, epigenetische Therapeutika zum Einsatz. Bei malignen Tumoren der Gallenwege ist auch die photodynamische Therapie direkt im Hause möglich.


Krankheitsbilder

In den letzten 12 Monaten wurden durch uns Patienten mit folgenden Krankheitsbildern auf der Onkologie-Station betreut:

Solide Tumoren:
- Analkarzinom
- Bronchialkarzinom (Lungenkrebs): kleinzelliges und nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom
- CUP (Karzinom unklaren Primums) bzw. Metastasen ohne Primärtumor
- Dünndarmkarzinom
- Gallenblasen- und Gallenwegskarzinom
- Harnblasenkarzinom und Karzinome der ableitenden Harnwege (Nierenbecken und Ureter)
- Kolonkarzinom (Dickdarmkrebs)
- Kopf-Hals-Karzinome
- Leberzellkarzinom
- Magenkarzinom und Karzinom des Übergangs der Speiseröhre/Magen
- Maligne Ergüsse (Aszites, Pleuraergüsse)
- Mammakarzinom (Brustkrebs)
- Neuroendokrine Tumore
- Nierenzellkarzinom
- Ösophaguskarzinom (Speiseröhrenkrebs)
- Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs)
- Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs)
- Prostatakarzinom
- Rektumkarzinom (Krebs des Enddarms)
- Weichteilsarkome
- GIST (Gastrointestinaler Stromatumor)

Bösartige Erkrankungen des Blutes/Knochenmarkes:
- Akute Leukämie (AML)
- Myelodysplastische Syndrome (MDS)
- CML (Chronische myeloische Leukämie)
- CLL (Chronische Lymphozyten-Leukämie)
- CML (Chronische myeloische Leukämie)
- Haarzell-Leukämie
- Lymphome (Lymphdrüsenkrebs: Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome. B- und T-Zell-Lymphome)
- Multiples Myelom/Plasmozytem
- Myeloproliferative Neoplasien (CML s.o., Polycythaemia vera, Primäre Myelofibrose)
- NK-Zell-Leukämie


Folgende zahlreiche Therapien werden im Rahmen klinischer Studienkonzepte angeboten.


Geschlossene Studien:

AIO-KRK-0307/ FOSCO  

Indikation: metastasiertes kolorektales Karzinom; 2nd-line Therapie
A controlled randomized doubleblind multi-center phase II study of FOLFOX6 or
FOLFIRI combined with Sorafenib versus placebo in second-line metastatic colorectal carcinoma
Kontrollierte randomisierte doppelblinde multizentrische Phase II –Studie
FOLFOX6 oder FOLFIRI kombiniert mit Sorafenib versus Placebo in der  Zweit-
Linie bei metastasiertem kolorektalem Karzinoms
Patienteneinschluß zwischen 2010-2011

FIRE-3

Indikation: metastasiertes kolorektales Karzinom; 1st-line Therapie
Randomisierte Studie zur Wirksamkeit von FOLFIRI in Kombination mit Cetuximab
vs. Bevacizumab in der Erstlinien-Behandlung des metastasierten kolorektalen Karzinoms
Patienteneinschluß zwischen 2010-2012
NIS Avastin first-line bis zum Progress
Indikation: metastasiertes kolorektales Karzinom; 1st-line Therapie
Nicht-interventionelle Studie beim metastasierten kolorektalen Karzinom in der Erstlinientherapie
Patienteneinschluß zwischen 2010-2012

SYNCHRONOUS
Indikation: metastasiertes kolorektales Karzinom; 1st-line Therapie
Beginn Februar 2012 bis Januar 2013 (Kein Patient eingeschlossen)
Resektion des Primärtumors versus keine Resektion
Vor Beginn der Chemotherapie bei Patienten mit synchron metastasiertem Kolonkarzinom in der Palliativsituation (UICC IV)
2013 Studienteilnahme beendet

NHL 1-2003 

Indikation: indolente und Mantelzell-NHL; 1st-line Therapie
Therapieoptimierung fortgeschrittener progredienter
Niedrigmaligner Non Hodgkin Lymphome und Mantelzell Lymphome                                  
 Bendamustin  plus Rituximab vs. CHOP plus Rituximab
Patienteneinschluß zwischen 2008-2011

QoLiTax
Nicht-interventtionelle Studie zur Erfassung der Lebensqualität bei Patienten mit metastasierenden Mammakarzinom, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom, metastasiertem hormonrefraktären Prostatakarzinom, metastasiertem Adenokarzinom des Magens oder lokal fortgeschrittenem Plattenepithelkarzinom im Kopf-Halsbereich, die eine Doxotaxel-haltige Chemotherapie erhalten
Patienteneinschluß 2010-2011
 
Offene Studien:

DSGL 01/2003 Behandlung primärer Lymphome des Magens
Indikation: Magen-Lymphome (indolent und aggressiv) Stadium I -II
Therapieoptimierung in den Stadien I und II bei indolenten und aggressiven Lymphomen  des Magens
Patienteneinschluß seit 2008

AML 2002 OSHO # 61

Indikation:  akute myeloische Leukämie (AML), Patienten bis 60 Jahre
Behandlung mit Cytarabin und Mitoxantron versus Fludarabin, Cytarabin, Mitoxantron
Und GCSF bei nichterreichen einer kompletten Remission nach dem ersten Induktionszyklus:
Randomisierter Vergleich
Randomisation zwischen einer versus zwei Konsolidierungstherapien vor allogener oder autologer Stammzelltransplantation bei akuter myeloischer Leukämie des Erwachsenen
bis 60 Jahre.
offen (in Weimar) seit 2011
  
AML 2004 OSHO # 69
Indikation:  akute myeloische Leukämie (AML), Patienten über 60 Jahre
Randomisierter Vergleich der Studie OSHO  mit den gemeinsamen Standardtherapie-Arm der German AML Intergroup
Effektivität der allogenen Stammzelltransplantation im Vergleich zu einer zweiten Konsolidierungschemotherapie bei akuter myeloischer Leukämie des Erwachsenen
über 60 Jahre
offen (in Weimar) seit 2011

TRICC-C
Indikation: metastasiertes kolorektales Karzinom; 2nd-line Therapie
Eine multizentrische, randomisierte Phase II Studie: BIBF 1120 vs. Placebo bei
Patienten, die Oxaliplatin plus Fluorouracil und Leucovorin (mFOLFOX6) bei
fortgeschrittenem, metastasiertem kolorektalem Karzinom (mKRK) nach Versagen
einer Erstlinientherapie erhalten
Eine doppelblinde, randomisierte Studie
offen (in Weimar) seit

PNH-Diagnostik-Projekt
Indikation: Coombs-neagtive hämolytische Anämie, Hämoglobinurie, aplastische Anämie
Online Dokumentation zur Erfassung der Diagnostik der Paroxysmalen
Nächtlichen Hämoglobinurie.
offen (in Weimar) seit 2012

G-PCNSL-SG 
Prospektive Beobachtungsstudie zur Behandlungspraxis des ZNS-Befalls aggressiver Lymphome in der klinischen Routine
offen (in Weimar) seit 2012

 


Die Betreuung unserer Patienten

Die optimale Betreuung von Tumorpatienten ist nur im multidisziplinären Team möglich. Auch pflegerisch wird auf höchste Qualität geachtet. So gibt es auf Station speziell ausgebildete Fachwestern für Onkologie und Palliativmedizin. Das gesamte Pflegeteam wird regelmäßig geschult und ist besonderes sensibilisiert auf die Belange von Tumorpatienten.
 
Auch bei der Behandlung palliativer Patienten erfolgt die enge interdisziplinäre Abstimmung. Dies geschieht unter Einbeziehung der in der Klinik organisierten multimodalen Schmerztherapie mit anästhesiologischem Schmerztherapeuten, psychologischer und psychosomatischer Mitbetreuung (u.a.auch durch einen Psychoonkologen und die Seelsorger), sowie dem Zentrum für Physikalische und Rehabilitative Medizin. Im ambulanten Bereich besteht eine enge Kooperation mit dem Palliativdienst.

Neben der fachlichen Kompetenz sind wir stets darauf bedacht, dass die Menschlichkeit bei der Betreuung von Patienten mit z.T. hochkomplexen Krankheitsbilder nicht auf der Strecke bleibt und sich unsere Patienten nicht nur fachlich optimal betreut fühlen.

  20.09.2018 - 05:17 Uhr Klinikum Weimar bei Twitter     
 Ansprechpartner



Sekretariat Innere Medizin IV
Sabine Reimann
Tel. 03643/57-2500
Fax 03643/57-1202
mail: innere4@klinikum-weimar.de

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