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Ein geschützter Bereich fernab der Klinikhektik [17.12.2018]

Umbauarbeiten der Palliativstation des Weimarer Klinikums abgeschlossen

Ein neuer Therapie- und Entspannungsraum sowie eine Küche, in der die Patienten mit ihren Angehörigen nach Herzenslust backen oder kochen können, eine „Ecke der Stille“ als Rückzugsort und ein künftig geplantes Gartenareal, das die Patienten selbst gestalten können – das ist die neue Palliativeinheit der onkologischen Station des Sophien- und Hufeland-Klinikums in Weimar. Nach umfassenden Umbauarbeiten der onkologischen Station bietet die dort eingebettete Palliativeinheit schwer kranken Krebspatienten nun einen separierten Bereich, losgelöst vom üblicherweise hektischen Krankenhausalltag, in dem sich ein multiprofessionelles Team um die individuellen Bedürfnisse jedes Patienten kümmert. Die Behandlung von Palliativpatienten ist ein Schwerpunkt der neuen Klinik für Innere Medizin IV, die von dem im vergangenen Juli ins Amt eingeführten Chefarztes Dr. med. Peter Fix geleitet wird. Die frisch sanierten Räumlichkeiten haben Platz für insgesamt 28 Patienten, darunter acht Palliativpatienten. Die modernisierten Einzel- bzw. Doppelzimmer verfügen alle über neue sanitäre Einrichtungen, die ebenerdig und groß konzipiert, sogar rollstuhlgeeignet sind. Auch die Unterbringung einer Begleitperson ist in fünf Zimmern möglich, um den Patienten seelische Unterstützung durch ihre Liebsten zu ermöglichen.

Chefarzt Fix und sein Team vertreten das Konzept der allgemeinen Palliativkomplexbehandlung. Es gilt dabei der Anspruch, dem Patienten eine moderne, individuell auf ihn zugeschnittene Versorgung zu bieten – medizinisch sowie menschlich. „Unsere Palliativstation ist keine ´Sterbestation´. Das ist ganz wichtig zu wissen!“, betont Chefarzt Fix. „Vielmehr erhält der unheilbar erkrankte Patient hier Linderung seiner krankheitsbegleitenden Symptome, wie Schmerz, Angst oder auch Luftnot“. Nach durchschnittlich zwei Wochen kehren die Patienten zurück nach Hause. Die Integration der individuellen Patientenwünsche in die Gestaltung der speziell angepassten Therapieschritte steht hierbei im Vordergrund. Um dies bestmöglich umzusetzen, kommen Mitarbeiter aus den verschiedensten Bereichen, wie Sozialdienst, Ergo- und Physiotherapie sowie Psychoonkologie und Seelsorge zusammen, um in enger Zusammenarbeit mit dem Hospizdienst Weimar und Bad Berka in wöchentlich stattfindenden Sitzungen zu beraten.

Dass Patienten nicht nur auf der Palliativstation, sondern in allen Abteilungen des Klinikums überdurchschnittlich gut versorgt werden, belegt auch die Auszeichnung als „Top regionales Krankenhaus“ durch das Magazin FOCUS Gesundheit. Das Sophien- und Hufeland-Klinikum verfügt inzwischen über 16 Fachkliniken, in denen im vergangenen Jahr mehr als 21.000 stationäre und 32.000 ambulante Patienten behandelt wurden.

  
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