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Frauenklinik ist Inkontinenz-Beratungsstelle [20.12.2013]

Weimarer Frauenklinik zur Inkontinenz-Beratungsstelle ernannt
Inkontinenz immer noch ein Tabuthema

Weimar. Als Inkontinenz-Beratungsstelle ist die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Weimarer Sophien- und Hufeland-Klinikums ausgezeichnet worden. Das Zertifikat wurde von dem Deutschen Kontinenz-Gesellschaft e.V. nach erfolgter Prüfung vergeben und ist bis Ende 2016 gültig. Ziel der Zertifizierung ist es, die Versorgung von Patienten mit unterschiedlichen Arten der Inkontinenz zu verbessern. Eine wichtige Expertise spielt dabei die Qualifikation des ärztlichen Personals. Als erfahrener Spezialist konnte der Chefarzt der Weimarer Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Dr. Jörg Herrmann, alle anspruchsvollen qualitativen Anforderungen erfüllen.

„Inkontinenz und Senkungen des weiblichen Genitale sind bereits seit Jahren ein Schwerpunkt  unserer Frauenklinik. Ich freue mich daher über die Auszeichnung als Beratungsstelle“, berichtet Dr. Jörg Herrmann. Er ist Ansprechpartner für die Betroffenen, klärt auf und bespricht mit ihnen Behandlungserfolg und mögliche Risiken.
Dabei ist Blasenschwäche keine normale Alterserscheinung, sondern heilbar. Für die Behandlung der weiblichen Inkontinenz gibt es ein breites Spektrum an Möglichkeiten; angefangen bei Medikamenten, über das Beckenbodentraining bis hin zur Operation. Um die für den Einzelnen zugeschnittene Therapie genau abwägen zu können, kommt im Klinikum ein moderner urodynamischer Messplatz zum Einsatz. Mit ihm ist es möglich, den Harnröhrenverschlussdruck zu messen und die Reaktion der Harnblase auszutesten.

Doch trotz guter Therapieoptionen und technisch-medizinischer Verfahren ist Blasenschwäche nach wie vor immer noch ein Tabuthema. Wer an Inkontinenz leidet, der redet meist nicht darüber. „Ich möchte Betroffene aus der selbstgewählten Tabuzone zu mir in die Sprechstunde holen. Denn nur wer sich anvertraut, dem kann hier geholfen werden.“, so Herrmann weiter. Dabei hat die Erkrankung aufgrund ihrer Verbreitung bereits den Status einer Volkskrankheit erreicht. Inkontinenz betrifft etwa sechs Millionen Menschen aller Altersstufen und ist unabhängig vom Geschlecht. Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Inkontinenz bezeichnet den unkontrollierbaren Verlust von Urin. Die Ursachen sind unterschiedliche Erkrankungen der Harnblase und deren Verschlussmechanismen. Etwa 50 Prozent der Frauen sind im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Dadurch ist die Lebensqualität eingeschränkt, was wiederum oft zu körperlicher und seelischer Belastung führt. Aus Schamgefühl wird das Leiden – auch dem Arzt gegenüber – oft verschwiegen.
Die Behandlung erfordert eine enge fachübergreifende Zusammenarbeit mit Chirurgen, Physiotherapeuten, Urologen und Neurologen.

Die Inkontinenz-Beratungsstelle in Weimar bietet seine Leistungen dienstags, mittwochs und donnerstags von 13 bis 15.30 Uhr an. Anmeldungen sind telefonisch über 03643 / 57-1600 möglich.

  
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